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Schröpfen
Beim Schröpfen handelt es sich um eine uralte Therapieform, die schon in der vorchristlichen Zeit angewendet wurde. Die wohl älteste Quelle über Schröpfen findet sich in einem ägyptischen Papyrus, der auf 1.550 vor Christus datiert. Dieser "Ebers-Papyrus" (Joachim 1890) ist einer der beiden ältesten Papyri über medizinische Behandlungen. Er wurde vom deutschen Ägyptologen Georg Ebers entdeckt und befindet sich heute in der Universität Leipzig. Auch in China gibt es Quellen, die das Schröpfen dort bis 1.000 v. Chr. zurück datieren. Im antiken Griechenland war Schröpfen ebenfalls eine praktizierte Therapieform.

Im Mittelalter wurde das Schröpfen in Europa ausgiebig praktiziert. Oft handelte es sich um sogenanntes blutiges Schröpfen, bei dem die Haut vorher angeritzt wurde und nach dem Setzen der Schröpfköpfe das Prinzip des Aderlasses zur Anwendung kam.

In der modernen Medizin kommt bevorzugt unblutiges Schröpfen (auch: trockenes Schröpfen) zum Einsatz. Am praktikabelsten ist es, Schröpfköpfe aus Glas zu nehmen, die mit einem Unterdruck auf die Haut gesetzt werden. Der Unterdruck wird durch einen aufgesetzten Gummiballon errreicht. In einigen Praxen wird noch mit der alten Methode des Erhitzens der Luft im Schröpfkopf gearbeitet.

Modernes Schröpfen lässt die Haut unversehrt und ist eine angenehme Therapieform, bei der durch den Unterdruck des Schröpfkopfes ein Unterdruck im Gewebe erzeugt wird. Dieser führt zu einer Rötung, verstärkten Durchblutung und einem Hämatom (Bluterguss) in den obersten Hautschichten, welchen man sich wie einen "Knutschfleck" vorstellen kann. Die meisten Patienten berichten von einer länger andauernden Wärme nach der Behandlung.

Erklärungsmodelle der Wirkung des Schröpfens reichen von der Störfeldtherapie über segmentale Gegenblockade bis hin zur Diffus Noxious Inhibitory Control (DNIC, Le Bars et al. 1989). Letztlich aber liegt, im Gegensatz zur Akupunktur, eine breite Grundlagenforschung nicht vor. Erfreulicherweise scheint sich das in den letzten Jahren langsam zu ändern. So gibt es einige, wenige, Studien über die Wirksamkeit des Schöpfens. Es erwies sich beispielsweise als wirksam beim (Karpaltunnelsyndrom) CTS im Vergleich mit Wärmetherapie. Sowohl Schmerzen als auch funktionale Einschränkungen ließen sich mit einer Schröpfbehandlung der Trapeziusregion signifikant reduzieren (Michalsen et al. 2009).

Kostenübernahme
Das Schröpfen ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse, auch wenn es sich um eine preiswerte und nebenwirkungsarme Therapieform handelt. Private Versicherungen übernehmen oft die Behandlungskosten. Empfehlenswert sind 10 Therapiesitzungen, 2–3 pro Woche, in akuten Fällen auch täglich, Sitzungsdauer 5–10 Minuten.

Literatur
Joachim, H. 1890: Papyros Ebers. Das älteste Buch über die Heilkunde. – G. Reimer Verlag, Berlin, 214 S.
Le Bars, D., Willer, J.C., de Broncker, T. & Villanneva, L. 1989: Neurophysiological mechanisms involved in the pain-relieving effects of counterirritation and related techniques including AP. In: Pomeranz, B. & Stux, G. 1989: The Scientific Basis of Acupuncture. – Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 199 S.
Michalsen, A., Bock, A., Lüdtke, R., Rampp, T., Baecker, M., Bachmann, J., Langhorst, J., Musial, F. & G. J. Dobos 2009: Effects of Traditional Cupping Therapy in Patients With Carpal Tunnel Syndrome: A Randomized Controlled Trial. – J. Pain, 10 (6), 601–608.

                                       
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